Montag, 27. Juni 2016

Ein wärmendes Linsencurry im Urlaub


Dieses Jahr hatte ich leider nicht so viel Glück mit dem Urlaubswetter. Wenn ich jetzt sage, es war "etwas durchwachsen", dann ist das noch vorsichtig ausgedrückt, wie man unschwer am Foto erkennen kann. Aber man muss immer das Beste daraus machen!

Und wenn es draußen kalt ist, dann macht man einfach ein scharfes Currygericht  


Zutaten:

Vorher über Nacht etwas Kardamom und die Chilischoten in einer Tasse mit Wasser einweichen. Außerdem die Linsen nach Packungsanweisung einweichen/vorkochen. Den Blumenkohl kann man auch vorher zerkleinern und incl. Strunk im Wasser vorkochen.

Dann wird Öl im Topf erhitzt und reichlich Kreuzkümmel angeröstet. Dazu kommen dann die klein geschnittenen Zwiebelwürfel. Wenn die etwas glasig sind kommen die klein geschnittenen Tomaten dazu. Das alles mit dem geriebenen Ingwer, reichlich Kurkuma, den eingeweichtem Kardamom und zerkleinerten Chilischoten und der Currymischung würzen und 30 bis 45 Minuten vor sich hinköcheln lassen, bis die Tomaten- und Zwiebelstückchen kaum noch zu erkennen sind.

Jetzt die Linsen, den Blumenkohl und klein geschnitene Zucchinistücke hinzugeben, mit Kokosmilch auffüllen und weiter vor sich hinköcheln lassen, bis alles die richtige Konsistenz hat. Jetzt nochmal abschmecken und vorsichtig nachwürzen. Dann kann man das auch schon mit etwas Brot servieren und genießen. Am besten schmeckt es allerdings aufgewärmt am nächsten Tag :)

Wichtig ist, wie in der indischen Küche reichlich Gewürze zu verwenden  



Das fällt vielen Deutschen schwer, lohnt sich aber. Keine Curry's aus dem Supermarkt holen, sondern beim Asia/India Shop kaufen oder im Internet bestellen. Gerade bei Kreuzkümmel, Kurkuma und Kitchen King nicht sparen!!!


Übrigens habe ich das hier nicht selber gekocht und bekanntermaßen schmeckt es dann ja am besten. Na klar, man muss sich um nix kümmern, nur hinsetzen (mitschreiben) und nörgeln ;) Nein Quatsch, es war richtig lecker! Und ich habe auch ein bisschen mitgeschnippelt. Mit Gleichgesinnten vegan reisen macht einfach doppelt so viel Spaß!!! Man muss nicht erst bei jedem Essen, Einkauf oder Restaurantbesuch stundenlang alles ausdiskutieren und verhandeln, einfach GEIL.



Donnerstag, 16. Juni 2016

XOND - Bio Fast Food in Stuttgart auf der Durchreise


Schnelles Essen, schnelles Foto  


Ich habe lange nix gepostet und dann Fast Food, muss das sein? Jaaaaa :) Denn das XOND in Stuttgart lag günstig auf der Route, es ging schnell, das Essen war lecker und auch noch komplett vegan! Mensch war das früher eine Quälerei, wenn ich in den Urlaub gefahren bin oder so unterwegs war. Entweder hat man sich zu Hause eine Lunchbox gebastelt oder ganz komische Sachen unterwegs gegessen. Wer schon länger vegan lebt oder hier von Anfang an mitgelesen hat, weiß was ich da meine :) Und ich werde mich hüten, hier auf die alten Sünden zu verlinken!

Heute ist es viel, viel einfacher unterwegs vegan zu essen  


Man sucht sich einfach eine etwas größere Stadt als Zwischenstopp aus und sucht dann kurz bei Google nach Stadtname + vegan und wird fast immer fündig. Die großen Ketten haben mittlerweile auch fast alle was veganes im Angebot. Ich nenne nur mal wahllos und ohne jegliche Wertung Starbucks, Backwerk und selbst Nordsee oder auf Bahnhöfen Le Crobag. Wenn man nicht auf die Standardkost steht, sucht man sich halt einen kleinen Imbiss, wo vielleicht noch mit viel Liebe gekocht wird. Das finde ich sowieso am besten, aber da hat man nicht überall Glück.

XOND = gsund?  


Das ist schwäbisch für gesund und das wollte ich heute mal ausprobieren. Als erstes fällt auf, dass da (fast) alles in Bio Qualität angeboten wird. Die angebotenen Speisen sind Eigenkreationen und ich habe mich für einen Burger mit einem Rote-Bete-Karotten-Patty entschieden. Dazu habe ich mir noch Air Pommes bestellt. Die werden mit Heißluft zubereitet und nicht wie sonst üblich in viel Fett in der Friteuse. Ich dachte, die können doch gar nicht schmecken, vor allem da ich auch eher auf die dickeren holländischen Pommes stehe. Aber ich war doch angenehm überrascht über die dünnen Stäbchen, lecker! Damit hebt sich dieser Imbiss schon mal positiv von vielen anderen ab. Fast Food muss also nicht zwangsläufig ungesund sein und vor Fett triefen.

Das einzige was mich etwas gestört hat war, dass ich den Burger nicht auf einem Teller bekommen habe. Also wenn ich den schon da esse muss man den nicht unbedingt noch in Papier einwickeln, aber sonst fand ich den Imbiss richtig gut. Also wenn Stuttgart nicht so weit weg von mir wäre, würde ich da sicher nochmal hingehen. Die Karte bietet noch einige interessante Möglichkeiten:




Das Xond habe ich übrigens so nicht über die Google Suche gefunden. Vielleicht weil es noch zu neu ist? Mein Mitreisender kannte das aber durch Facebook und da hat wohl auch schon jeder mal was von Andrreas "Bär" Lasker gelesen, dem Fanta 4 Manager, der da irgendwie mit drin hängt. An mir ist das jedoch alles spurlos vorüber gegangen, da ich einen Facebook freien Haushalt führe :)



Donnerstag, 28. April 2016

Gurken-Gurken-Salat


Das ist jetzt kein Tippfehler von mir hier im Titel, der Salat besteht einfach aus unterschiedlichen Gurken :) Einer Schlangengurke und 2 Gewürzgurken. Das ist eine interessante Kombination, geht schnell und hebt sich mal von dem sonst eher langweiligen und "normalen" Gurkensalat ab.


Zutaten:

  • 2 EL Essig, z.B. Kühne Kräuter Essig (vegan!)
  • 3 EL Gewürzgurkensud
  • Salz & Pfeffer
  • 3 EL Rapsöl
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Schlangengurke
  • 2 große Gewürzgurken
  • 1 EL Dill, frisch oder TK


Essig, Gewürzgurkensud, Öl, Salz und Pfeffer in einer Schüssel mit einem Schneebesen verquirlen. Zwiebel putzen und in feine Ringe schneiden und in die Salatsauce geben. Gurke abwaschen und mit einem Sparschäler streifig schälen. Die Gurke dann mit einem Gemüsehobel in dünne Scheiben hobeln oder dünn schneiden und unter die Sauce mischen. Gewürzgurken ebenfalls dünn schneiden oder hobeln und untermischen. Dill dazugeben, mischen und 20 Minuten durchziehen lassen.


   Lecker, lecker, lecker ....   



Quelle: Greenbag --> nach einer Idee aus: "Für jeden Tag 04/2016"



Donnerstag, 31. März 2016

Die wahrscheinlich beste vegane Currywurst aller Zeiten


Heute gab es unterwegs den Klassiker schlechthin, Currywurst, Pommes, Mayo. Ich musste hier in der Nähe meinen Führerschein abholen und bin auf Empfehlung eines Kollegen mal ins POTT.CURRY nach Recklinghausen gefahren. Normalerweise treibe ich mich eher selten hier rum, aber heute habe es nicht bereut. Damals in Bochum war noch die Soße das Beste, hier war die Vurst der Star. Diese Currywurst ist meiner Meinung nach eine der besten veganen Würste, die man zur Zeit bekommen kann und ich lüfte auch gleich das Geheimnis um diesen Revier.Teller.

Das ist sicher nichts für jeden Tag, aber hier im Pott muss das ab und zu einfach sein!


Diese Wurst habe ich zum ersten mal 2010 in meinem USA Urlaub gegessen. Wir sind damals mit einem Mietwagen die Ostküste hoch gefahren und haben dabei versucht sparsam zu leben. Billige günstige Hotels und gegessen wurde unterwegs in unserer japanischen Reiselimousine, was die Supermärkte so hergaben :) Dabei habe ich damals eher zufällig die Tofurky Würstchen entdeckt. Hier war an so etwas noch nicht zu denken und dort lagen die einfach so neben dem veganen Käse im Supermarkt, unglaublich. Am Abend habe ich mir dann eine im Hotelzimmer in der Mikrowelle warm gemacht ...... und bin bald umgefallen. Trotz meiner seltsamen Zubereitung, war das einfach die leckerste vegane Wurst aller Zeiten.

Eine Veggie Wurst, ein leckeres Samuel Adams Bier mit Blick auf das Meer, das Leben kann doch manchmal so einfach und schön sein :)


Tja, vielleicht finde ich die Tofurky Würstchen nur wegen dieser Geschichte und den damit verbundenen Erinnerungen so lecker??? Kann sein ....... neeeeeein, die sind einfach wirklich geil, auch heute noch! Etwas vergleichbares habe ich hier in Germany noch nicht gefunden. Die sind einfach vom Biss gelungen und auch gut gewürzt. Nur leider bekommt man die nicht überall. Also definitiv im Veganz, wenn ihr einen Laden in der Nähe habt und jetzt sogar in einer "ganz normalen Pommesbude" in Recklinghausen, wie sich die Zeiten doch ändern :)

Probiert die ruhig mal aus, auch wenn ihr sonst eher nicht auf diesen Fake-Fleisch-Quatsch steht. Die Süßkartoffel Pommes waren auch lecker und vor allem viel knuspriger, als bei meinem Backofenversuch. Die Mayo werde ich beim nächsten mal weglassen oder gleich den Burger probieren. Die Patties sind selbst gemacht und sollen auch sehr gut sein. Das POTT.CURRY ist übrigens kein rein veganer Imbiss. Das hat den Vorteil, das man auch mal gemeinsam mit anderen da hingehen kann. Hier noch ein Blick auf die Speisekarte:



Was haltet ihr von den Tofurky Würstchen? Kennt ihr eine Alternative oder vielleicht sogar bessere Würstchen? Ist natürlich auch immer Geschmackssache! Ich freue mich wirklich über Tipps, denn ich überblicke ja auch nicht den gesamtdeutschen Bratvurstmarkt :)



Sonntag, 27. März 2016

Frohe Ostern und vegane Energie-Eier



Ich wünsche allen Lesern hier noch frohe Ostern!!!


Letzte Woche hatte ich bei der Albert Schweitzer Stiftung den Artikel "Vegane Ostern - kinderleicht!" gelesen. Bei dem Rezept für die bunten Energie-Eier dachte ich mir, nur 2 Zutaten und mixen? Das bekomme sogar ich hin :)


Zutaten:

  • 300 g Cashews
  • 300 g Datteln ohne Stein
  • Deko: gehackte Pistazien, Kokosraspel, Matcha Tee oder was ihr wollt


Datteln hatte ich noch im Keller und Cashew Nüsse (ungesalzen!) waren auch schnell gekauft. Zum dekorieren wollte ich irgendwas holen. Im Supermarkt stand ich dann vor bunten Buchstaben, roten Herzchen und Streuseln und blickte ratlos auf die Zutatenlisten. Jede Menge E-Nummern, klar, irgendwo muss die Farbe ja herkommen. Das muss auch nicht immer zwangsläufig was tierisches oder unnatürliches sein, aber ich hatte einfach keine Lust mich damit lange zu beschäftigen. Also habe ich mich für was ganz einfaches entschieden und der Rest war dann auch schnell erledigt.

Nüsse und Datteln in einen kräftigen Mixer geben und so lange mischen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Da ist mein Vitamix zum ersten mal an seine Grenzen gestoßen. Es roch verbrannt und kurz darauf hat er sich auch schon ausgeschaltet. Puh, da musste ich erstmal nachlesen, wo der Reset-Schalter ist und wie ich den wieder zum leben erwecke. Ich kam wirklich kurz ins schwitzen. Aber es hätte mich auch stark gewundert, wenn ich so ein hochwertiges Gerät mit ein paar Datteln ruinieren kann. Andererseits, die Masse ist schon ziemlich zäh und klebrig, RESPEKT VITAMIX!

Und dann habe ich das erste mal gekostet. Boah schmeckt das geil. Ich dachte nur, man reiß dich zusammen und forme wenigstens ein paar Eier für das Foto, bevor du alles gleich aus dem Mixer löffelst :) Also habe ich Kugeln Eier gerollt und dann in den gehackten Pistazien, dem Matcha Pulver und den Kokosraspeln gewälzt. Das macht auch durchaus Sinn, dann lassen die sich besser anfassen hinterher. Die veganen Eier sehen gut aus, schmecken und sind sogar noch gesund, von den Kalorien mal abgesehen, perfekt. Aus der Masse habe ich übrigens 20 Eier geformt und Ostern ist gerettet :)



Und nach Ostern macht ihr einfach Kugeln daraus und könnt die noch bedenkenlos essen. Die unverkauften Schoko-Weihnachtsmänner werden ja auch immer eingeschmolzen und daraus entstehen dann neue Schoko-Osterhasen ;)


Quelle: Albert Schweitzer Stiftung, Vegane Ostern - kinderleicht!

Freitag, 4. März 2016

Eine ganze Kiste vegane Oreo Kekse gewonnen


Warum ich das poste? Einfach weil ich mich so gefreut habe :) Ich gewinne so gut wie nie etwas. Das ist auch kein Irgendwas-Werbe-Sponsor-Partnerlink-Mist hier. Hatte einfach über die Android Barcoo-App selber bei diesem Gewinnspiel mitgemacht und ausnahmsweise mal Glück. Jetzt sitze ich hier mit einer Kiste voller veganer Oreo Kekse und das ist doch einfach perfekt bei diesem Schmuddelwetter. Tee kochen, ab auf die Couch, Füße hoch, genießen und von besserem Wetter, einem BVB Sieg morgen und dem Frühling träumen ....

Oreo Kekse gehören übrigens zu der Gruppe "versehentlich vegan". Das heißt, die wurden vom Hersteller wahrscheinlich nie so entwickelt (bereits 1912), um uns glücklich zu machen. Außerdem werden die auch nicht extra als vegan beworben. Sie sind es halt einfach laut Zutatenliste (siehe Oreo - das ist drin). Die sind sogar so vegan, dass sich tatsächlich schon mal jemand bei Lebensmittelklarheit darüber beschwert hat, dass auf der Verpackung Milch abgebildet ist obwohl in den Keksen ja gar keine drin ist :)

Nur weil Oreo Kekse keine tierischen Zutaten enthalten, sind sie deshalb aber nicht zwangsläufig gesund!


Wie viele andere Kekse auch bestehen Oreos hauptsächlich aus Mehl, Zucker und Fett. Aber vegan leben heißt ja auch nicht, dass man sich jetzt rund um die Uhr gesund ernähren muss, oder? Zur gelegentlichen Frustbekämpfung finde ich die jedenfalls ganz OK :) Sehr gut finde ich auch, dass in der Verpackung nochmal einzelne Snackpacks sind, trotz des zusätzlichen Verpackungsmülls. Das erhöht doch die Hemmschwelle erheblich, gleich mal so eine Packung komplett zu verputzen ;)



Übrigens sind vegane Lebensmittel nicht automatisch gesund, nur weil kein Tier drin steckt. Das sollte jedem klar sein! Ein Blick auf die Verpackung gehört für mich immer wieder dazu beim Einkauf, denn Rezepte und Zutatenlisten können sich auch schon mal ändern. Dazu kommt noch, wer etwas herstellt, welche Zusatzstoffe drin sind, unter welchen Bedingungen (z.B. Palmölproblem) produziert wird usw., aber das ist dann schon wieder ein anderes Thema. Bei Utopia findet ihr auch noch mehr "aus versehen vegan" Produkte.



Mittwoch, 17. Februar 2016

Vegan im Restaurant und warum ich es einfach selten mag


Was ihr hier oben seht nennt sich Pasta Rustica. Eigentlich nicht übel, aber leider ist das oft nur eine von 2 Notlösungen für einen Veganer im Restaurant. Die andere Notlösung heißt Pommes und Salat, ihr habt das sicher alle schon mal erlebt :( Ich war wieder mit Omnis im Urlaub und das ist ja immer eine Herausforderung und auch dieses mal lies sich die kulinarische Langeweile nicht vermeiden. Dabei müsste das gar nicht immer so enden und es kam ja auch noch viel "schlimmer".

Wir waren im Ta' Kris Restaurant auf Malta, weil uns das empfohlen wurde. Bei Google gibt es jede Menge gute Bewertungen und am ersten Abend haben wir mit unserer Gruppe gar keine Plätze bekommen, was eigentlich ein gutes Zeichen ist. Ja, aber nicht für mich. Beim durchstöbern der Karte wusste ich schon, es gibt genau 3 Dinge, die ich hier spontan bestellen kann. Knoblauch-Champignons, Pasta mit Tomaten und Rotwein. Wobei ich sagen muss, das ist ja eine perfekte Kombination und es war sehr, sehr lecker :))) Die Champignons waren auch genial, schon beim öffnen der Küchentür habe ich den Knoblauch gerochen und wusste in diesem Moment, beim Ausflug am nächsten Tag muss ich im Bus nicht drängeln, ich werde immer genug Platz haben ;) Na jedenfalls war es ein angenehmer Abend und ich war auch zufrieden, aber ...


Meine Probleme fingen an, als die Anderen 2 Tage später wieder in das Restaurant wollten :) Na klar, denen hat es auch gefallen und die können ja auch die Speisekarte rauf und runter essen. Nur was mache ich jetzt? Wieder das Gleiche bestellen? Zu Hause habe ich da kein Problem. Da koche ich auch einen riesen Topf Linsen und esse 3 Tage davon, aber im Urlaub? Neeee. Also habe ich alle englischen Vokabeln zusammen gekratzt, die mir so eingefallen sind und mich als Veganer geoutet. Die Bedienung hat mich echt mitleidig angelächelt und sogar gefragt, ob ich denn wenigstens Bier und Wein trinken kann. Ich hasse solche Situationen, aber da musste ich jetzt durch ..... und sie auch :) Ich habe einfach gefragt, was sie mir denn empfehlen kann. Und wisst ihr was als Antwort kam? Pasta Rustica und Knoblauch-Champignons :) Sonst würde es nichts anderes für mich geben. Immerhin hat sie nochmal nachgefragt, ob ich auch Eier esse. Als ich das verneinte sagte sie, dann geht ja auch Pasta nicht. Sie würde mir das Essen mit Reis bringen und das Ergebnis seht ihr hier, gähn:


Nichts gegen Reis! Ich esse wahnsinnig gerne bunten Gemüsereis. Aber das hier war einfach Langweilig. Die Anderen haben auch immer mal mitleidig rüber geschielt und hinterher meinte einer, das war aber wirklich traurig. Aber warum??? Mein Tischnachbar hat Meeresfrüchte gegessen (was für ein seltsamer Name für Lebewesen) und darunter war ein super Salat. Mir gegenüber hat jemand Rabbit gegessen. Dazu gab es eine Schale mit gebackenen Kartoffeln, Auberginen und grünen Bohnen. Aber Hallo, so etwas hätte ich gerne gehabt!!! Und das schlimmste daran war noch, für die waren das nur Beilagen. Davon ging auch noch die Hälfte wieder zurück in die Küche den Abfall, weil sie die riesen Portionen gar nicht geschafft haben. Das hat mich dann richtig geärgert. Mit etwas Phantasie wäre doch da mehr für mich möglich gewesen. Woran liegt es denn?

Hatte die Bedienung  keine Lust sich um "ausgefallene" Sonderwünsche zu kümmern? Sie hätte ja wenigstens mal in der Küche nachfragen können, was möglich ist. Vielleicht hätte sich der Koch gefreut, dass er mal zeigen kann, was er wirklich so drauf hat. Hat die Küche keinen Bock auf solche "Extras"? Ich weiß es nicht. Vielleicht haben die auch gar keine Zeit dafür? Möglichst schnell möglichst viele Gäste durchschleusen ist womöglich die Devise? Vielleicht lag es auch an meinem miesen Englisch? Ich bin ja wirklich schon froh, dass ich mir selber Reis und Wein bestellen kann. Manchmal habe ich wirklich noch Angst, dass ich einfach nur eine Tasse Bohnen mit Speck bekomme, weil ich was falsch ausgesprochen habe :)

Na jedenfalls die Zutaten für ein buntes, leckeres veganes Essen waren alle vorhanden. Ein Salat, vielleicht mit etwas Ofengemüse, etwas Couscous oder Reis, mit Chili oder Knoblauch dazu und ich wäre wesentlich zufriedener gewesen. Ist das so schwer? Ich befürchte ja :( Darauf sind die einfach nicht vorbereitet. Deshalb finde ich es richtig gut und wichtig, dass es mittlerweile eine Zusatzausbildung zum vegetarisch-veganen Koch gibt, initiiert vom vebu. Bevor solche Projekte aber greifen und in der Realität ankommen, werden noch viele Jahre vergehen. So lange muss ich mich unterwegs noch gelegentlich mit Nudeln und Tomatensoße begnügen oder mich einfach öfter mal vom Gruppenzwang im Urlaub lösen ......


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