Endlich gibt es auch veganen Mais :-)

Nachdem ich gestern schon vegane Nüsse gefunden habe, kommt heute noch veganer Mais hinzu. Also den Quatsch können die sich nun wirklich sparen, oder? Die sollten lieber mal andere Produkte veganisieren! Da wird auf manchen Zutatenlisten an letzter Stelle Yoghurt oder Hühnereiweiß aufgeführt, was wahrscheinlich nur die Zutatenliste "aufwerten" soll. Benötigt wird das oftmals nicht. Liebe Hersteller, entrümpelt lieber da mal, als auf Produkte die von Natur aus vegan sind, das Vegan-Logo aufzubringen.

Ich werde das weiter im Auge behalten. Vielleicht finde ich irgendwo noch Mineralwasser mit dem Vegan-Logo ;-)

Kommentare

  1. Das ist ja echt total überflüssig, auf solchen Produkten das Vegan-Zeichen zu setzen. Aber damit wollen sie doch nur die Verpackung aufwerten, "Siegel" sehen ja immer schön aus und klingen gut (wenns schon nicht für das Bio-Siegel reicht dann weigstens für das "vegane Siegel")...

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  2. Mich ärgerts vor allem immer, wenn "nur" sowas wie "Aroma" oder "Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren" (das Wort kennen auch nur Veganer auswendig :D ) auftaucht.
    Grade Firmen die ihren Gemüsemais und ihre Obstkonserven als "vegan" deklarieren (und da frag ich mich dann nämlich auch immer ob die dann sonst nicht vegan sind) sollten dann doch das gleiche beim Blätterteig und den Chips hinkriegen


    Auf der anderen Seite finde ich es nicht schlecht wenn das Wort vegan und damit auch offensichtlich vegane Nahrungsmittel in den Kühlschrank einziehen. Ist ja nun nicht so, dass mir noch nie jemand erzählt hätte, dass er niemals freiwillig was veganes essen würde... *facepalm*

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  3. Vegane Chips gib es schon von Pringles. Sogar getrennt nach vegan und nur vegetarisch.

    Vielleicht ist es gar nicht sooo schlecht, wenn das Siegel auch auf unsinnigen Artikeln auftaucht. Dadurch dringt der Begriff öfter in das Bewusstsein von Otto Normalverbraucher und wir erscheinen nicht mehr ganz so exotisch ;-)

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  4. Würde ja nicht schaden, wenn Marken dies schaffen ihre Gemüsekonserven vegan zu deklarieren ne Aussage bezüglich ihrer Chips treffen könnten :)
    Auswahl schadet ja nie...

    Veganes Wasser gabs glaub ich übrigens tatsächlich schonmal, daraufhin tauchte die Riesenfrage in veganerforen auf ob Wasser generell nicht vegan sei :D

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  5. @Tisi: Naja, Wasser gewinnt man doch, indem man Wasserbüffel melkt ;-)

    ich finds schon ok, wenn die auf alle veganen produkte das vegan-zeichen draufpacken, is doch eigentlich ganz praktisch, so brauch man nicht mehr auf die zutatenliste gucken. und bei gemüsekonserven könnte es ja theoretisch schon sein, dass da zb Honig drin ist.

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  6. Mais ist ein Starkzehrer und einer der besten Gülle- und Mistverwerter den die Landwirtschaft kennt. Ich bezweifele ganz stark, daß es überhaupt "veganen Mais" gibt, der nicht von tierhaltenden Betrieben stammt und dessen Anbau nicht massiv von der Tierhaltung abhängt ...

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    1. Wenn du den Begriff so weit ausdehnst, wird es sicher keinen "veganen Mais" geben. Sicher sind auch viele andere landwirtschaftliche Produkte dadurch nicht 100%ig vegan. Das liegt aber nicht daran, dass es nicht geht, sondern das es halt jetzt und heute nicht anders gemacht wird, leider.

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    2. Wie sollte es denn "anders" gehen? Jeder Anbau ohne den Nutzen der Tierhaltung in den Stoffkreisläufen ist Raubbau an den Ressourcen unserer Nachkommen, und Landwirte denken nun mal in Generationen und nachhaltig, wer mit natürlichem Dünger düngen kann, der tut das auch. (Eben drum sind bei vielen Bioverbänden ja auch Tiere oder der Zukauf von tier. Dünger vorgeschrieben).

      Vegan gibt es nur in der Lebensmittelverarbeitung, in der tatsächlichen Produktion hat ganz Deutschland nur 6 Betriebe, und von denen liefert keiner an Großabnehmer / Geschäfte, die vermarkten alle direkt / regional.

      Und vor allem: WIESO sollte man es anders machen? Es gibt ja wohl kein Recht auf vegane Ernährung (es gibt nicht mal eines darauf, daß einen Landwirte überhaupt ernähren, die tun das freiwillig). Wer seine Moral ausleben will, der muß dann schon selber Lebensmittel produzieren, die eigenen Vorstellungen einfach anderen Menschen aufdrücken zu wollen ist nicht drin ;-)

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    3. Wie soll es denn anders gehen? Ich habe dazu mal eine Diskussion gesehen: https://youtu.be/mZwFGS0IC7s Dann gibt es da z.B. noch den friedfertigen Landbau: https://www.lebegesund.de/content/der-friedfertige-landbau-beccbm1b8wz-c.htm Also möglich ist das! Ich kann da aber nicht groß in eine Diskussion einsteigen, ich bin in der Stadt groß geworden :)

      Vor langer Zeit haben Menschen auch noch gesagt: Wie? Ohne Pferd Landwirtschaft betreiben? Wie soll das denn gehen? Und siehst du heute noch Pferde oder andere Tiere auf den Feldern bei uns? :) WIESO sollte man es anders machen? Technischer Fortschritt, Intelligenz, Weiterentwicklung, Nachteile vermeiden ..... es gibt 1000 Gründe etwas zu verbessern ...

      Na klar gibt es kein "Recht auf vegane Ernährung", aber jeder kann über seine Moralvorstellungen aufklären. Das hat nix mit aufdrücken zu tun. Im Moment findet da gerade ein großer Umbruch statt und wir werden da noch viele spannende Dinge erleben. Und ich bin der Meinung, es hat erst recht keiner ein Recht darauf, für 10 Minuten Gaumenfreude denkende und fühlende Mitbewohner auf diesem Planeten zu missbrauchen!

      PS: Landwirte ernähren mich übrigens nicht freiwillig, sonder für Geld. Und wenn es in Zukunft mehr Nachfrage gibt, machen die das in Zukunft auch problemlos bio-vegan :-P

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  7. Hm. Ist für Städter natürlich schwer zu erklären, man lernt nicht umsonst Pflanzenernährung, Bodenkunde etc im Studium.
    Vorweg: über lebegesund diskutiere ich nicht, denen gebe ich nirgends eine Plattform, die Sekte um Prophetin Gabriele beutet ihre Mitglieder genau so aus wie den Boden von dem sie ihre Geschäfte machen.

    Was die Nachfrage angeht: das klappr auch nur sehr begrenzt (eben deswegen gibt es heute so viel mehr "vegane" Lebensmittel als vegane Produktion, die meisten "veganen" Lebensmittel stammen von ganz normalen tierhaltenden Betrieben. ). Man kann nichts nachfragen, was man nicht produzieren kann. Und die DüngeVO und die CC-Richtlinien schreiben nun mal vor, die Böden in einem guten Zustand zu erhalten.
    Noch leichter erklärt sich das bei "vegetarischen" (ovo-lacto) Produkten. Es ist vollkommen biologisch unmöglich die zu produzieren. Wären alle Deutschen Vegetarier, gäbe es in 5 Jahren für niemanden mehr irgendetwas zu essen.
    Und bei Vegan sieht es ähnlich aus dauert nur länger (je nach Boden ca 15-20 Jahre).

    Es gibt in der Natur nun mal Nahrungsketten, jede Art der Verdauung hat ihre Aufgabe, die Pflanzenfresser können Cellulose aufschliessen, verfügbar machen und zB B12 und essentielle Aminosäuren bilden, die Omnivoren konzentrieren dann die Nährstoffe noch mehr, und die Carnivoren sind sozusagen die Gesundheitspolizei. Und ALLE diese verschiedenen Stufen verteilen ihren verschiedenen Dünger überall.
    Dieses System beim Menschen "nachzubauen" beinhaltet nun mal, daß man Pflanzenfresser nutzt (70% der Nutzflächen der Welt sind ausschliesslich mit PFressern zu nutzen, da wächst nichts anderes als Gras!), das man die Omnivoren mit der besseren Futterverwertung nutzt (zb Schweine, die Abfallgetreide 30x besser verwerten als Menschen) etc etc

    Mit dem Geld ist das so eine Sache. Bisher sind alle "veganen" oder gar "vegetarischen" und erst recht "Tierrechlichen" Forderungen an die Landwirte nicht mit Produktion umgesetzt worden sondern mit Betriebsaufgabe. Davon lebt auch kein Veganer.

    Und selbst wenn das Geld eine Rolle spielen würde (LW untereinander können sich selbst versorgen): siehe oben. Man kann für Geld NICHT das Recht auf Lebensmittel kaufen. Dann wird eben Biogas produziert, oder Windenergie, oder Solarenergie, alles Möglichkeiten für landwirtschaftliche Flächen.


    Versuchs einfach mal. Schreib den VEBU oder Greenpeace, den BUND, die ASS oder Peta, jeden anderen veganen Verein an und frag nach, warum sie nicht selber zumindest Beispielbetriebe haben, und warum sie eben selber KEINE Veganen Lebensmittel produzieren. Du wirst nicht mal Anleitungen bekommen, und nicht mal die für eine Anleitung vorher notwendige Zusammenstellung des Jahresbedarfes eines Veganers (ich wäre in diesem Betreich über jede Info froh, ich "suche" solche Daten schon über 10 Jahre)

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    1. Also über UL will ich hier auch nicht diskutieren. Mir ist halt nur das Beispiel eingefallen, dass es in der Realität auch ohne tierische Dünger gehen muss.

      Das derzeitige "vegane" Angebot ist nur durch die NACHFRAGE zustande gekommen. Kein Politiker und keine Partei hat da jemanden gedrängt solche Produkte zu entwickeln. Die schaffen es ja nicht mal sachlich über einen Veggie Day zu diskutieren :)

      Und mit solchen Produkten machen die Hersteller scheinbar gute Umsätze. Und du hast Recht, das Meiste stammt von Betrieben, die mit Tieren ihren größten Umsatz machen (noch?). Die haben halt das Wissen, die Erfahrung, den Vertrieb. Unter den 10 meistverkauften Artikeln von Rügenwalder Mühle sind heute bereits 4 fleischfrei: http://www.spiegel.de/wirtschaft/ruegenwalder-muehle-verkauft-vegetarische-wurst-a-1023898.html

      Und ich will hier auch nicht über die Sinnlosigkeit von Eierwurst diskutieren. Das ist der Anfang und zeigt, wohin sich das Ganze bewegen wird. So wird sich auch die Landwirtschaft verändern ...

      Aber warum sollten Peta, der Vebu usw. da selber was produzieren? Diese Organisationen beschäftigen sich aber natürlich mit dem Thema, z.B. die Albert Schweitzer Stiftung: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/bio-veganer-landbau Und auch Peta wünscht sich immer wieder einen landwirtschaftlichen Strukturwandel. Schon alleine um das Problem mit den resistenten Keimen mal in den Griff zu bekommen.

      Was das Ganze natürlich schwer macht ist die kapitalistische "Logik". Danach muss ja immer der größte Profit pro Hektar gemacht werden. Was dann auch dazu führt, dass Lebensmittel nicht gegessen sondern durch den Auspuff gejagt werden. Würde man das alles zu Ende denken, muss diese Umstellung aber irgendwann stattfinden. Sicher steckt die Forschung da noch in den Kinderschuhe, aber es muss sich was ändern, denn ...

      Durch den gigantischen Fleischkonsum, jedenfalls in den reichen westlichen Industrieländern, werden riesige Anbauflächen nur für Futtermittel benötigt. Je nach Quelle wird dabei aus 10 pflanzlichen Kalorien 1 Fleischkalorie erzeugt. Was für ein Verlust! Würden sich alle direkt pflanzlich ernähren bräuchte man wesentlich weniger Anbaufläche oder könnte schon heute mit der Fläche viel mehr Menschen satt machen. Deine Aussage, dass wir bei veganer Ernährung in 15-20 Jahren nichts mehr zu essen haben, musst du mir mal begründen.

      PS: Wenn ich so an den Garten meiner Eltern denke, haben die schon immer bio-vegane "Landwirtschaft" betrieben, unbewusst. Auf dem Kompost sind die pflanzlichen Reste gelandet und das wurde dann wieder dem Boden zugeführt, ein ganz normaler Kreislauf. Mein Vater ist nie mit dem Hänger zum Bauern gefahren und hat da 3 Fässer Schweinescheiße gekauft, damit wir Kinder tolle Produkte von einem intakten Boden essen können ;)

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  8. Vorschlag: Du scheinst ja einer der seltenen friedlichen Veggies zu sein (zumindest steht noch nicht einmal Mörder im Text), wärest DU denn bereit, eine Liste aufzustellen mit dem, was "ein Veganer" so im Jahr an Produkten braucht? Und dann schauen wir mal zusammen, wie, wovon und wo das wachsen kann?

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    1. Ich zähle gelegentlich mal Kalorien, um mich zu "eichen". Müsste ich sowas ein ganzes Jahr machen, würde ich durchdrehen :) Lässt sich sowas nicht hochrechnen?

      Berechne doch erstmal, was ein Omni so an Produkten benötigt. Für jedes Steak, jede Scheibe Wurst müssen auch Pflanzen angebaut werden, viel mehr sogar, als bei dem direkten Konsum, siehe Antwort oben. Für uns muss definitiv weniger wachsen. Zum Beispiel landen 90% der weltweiten Sojaernte in den Futtertrögen der Massentierhaltung. Wenn man daraus direkt Tofu machen würde, könnten alle Veganer der Welt wahrscheinlich schon 30 Jahre davon leben ;)

      PS: Diese Ernährung macht natürlich keinen Sinn und diesen Gendreck würde auch kein normaler Veganer essen. Nur Omnis ziehen sich das über den Umweg Tier rein :-P

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  9. Oh, PS. Vergessen. Wegen des veganen Mineralwassers:

    http://www.geneticliteracyproject.org/2015/07/07/gmo-free-water-a-product-youve-been-dying/

    Schönes Wochenende! :-)

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    1. Was sich doch aus so einer Dose Mais alles ergeben kann :) Dir auch ein schönes Wochenende :)

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  10. Sehr interessante Diskussionen und Pecudis homeveganer.Aber bitte nicht vergessen das Organisationen wie Vegetarierbund und Albert-Schweitzer-Stiftung mit ùberschaubaren Geldern, meist aus Spenden auskommen müssen. Die Albert-Schweitzer-Stiftung möchte zukünftig mehr in dem bereich Bio veganer Landbau tätig werden. wenn man das unterstützen möchte kann man sich selber aktiv einbringen oder spenden. hier noch einen Artikel zu dem Thema http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/bio-veganer-landbau

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