Gemüsefrikadelle unbekannter Herkunft

Bei uns in der Firma ist jemand in Rente gegangen und hat deshalb ein kleines Buffet hergerichtet. Ich habe vorher schon eine Kleinigkeit gegessen, da ich dachte es gibt eh wieder nichts für mich. Falsch gedacht :-)

Mein Kollege meinte zu mir, da hinten links stehen Gemüsefrikadellen extra für dich, da ich weiß du isst kein Fleisch und so. Da war ich erstmal sprachlos! Dann habe ich ihm gesagt, das ich auch schon Gemüsefrikadellen mit Fleisch im Supermarkt gesehen habe. Echt, kein Witz! Er meinte nein, bei diesen stand drauf VEGETARISCH :-)

Tja und nun??? Da war es wieder ... mein "Problem" ... was tun? Sollte ich mir da die wahrscheinlich nicht mehr vorhandene Verpackung zeigen lassen, um ihm dann zu sagen, da ist ja ...... drin, das ist also nicht 100% vegan? Nein, ich mache so etwas nicht! Sorry, auch wenn ich dafür hin- und wieder in Kommentaren kritisiert werde, ich nehme das angeblich nicht ernst und so. In solchen Situationen bin ich flexibel. Ich habe mich bei ihm bedankt und mich wirklich riesig gefreut, dass er an mein "ungewöhnliches" Essverhalten gedacht hat. Das ist nicht selbstverständlich. Er ist mir entgegen gekommen und ich habe mal was "verbotenes" getan. Na und?!

Hattet ihr schon solche Situationen? Wie geht ihr damit um? Ich bewundere übrigens alle, die da immer 100% Konsequent sind. Nur gerät man da nicht vollends in's Abseits und ist nur noch der "Spinner"???


Kommentare

  1. Ehrliche Antwort: Ich lebe seit Ende Jan. vegan, daheim und beim auswärts essen gehen bin ich sehr konsequent. Anfänglich dachte ich, verdammt, bei Kuchen aus Bäckereien mache ich gelegentlich auswärts Ausnahmen, aber das war gar nicht notwendig, weil es in Nürnberg genug süße Alternativen gibt. (Glück gehabt). Aber bei meinen Schwiegereltern esse ich es auch, wenn Milch oder Ei verbacken / verkocht worden ist, wenn das Essen also vegetarisch ist. In Deiner oben beschriebenen Situation hätte ich ebenso gehandelt! Und wenn ich mich mal im Regal vergreife und ich Milch, Ei oder Honig übersehen hab, wird es auch gegessen. Viel schlimmer fände ich es, Lebensmittel einfach wegzuwerfen.
    LG fraujupiter

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  2. ist echt ne nette geste - ich glaub da hätte ich ihm gesagt "also normalerweise esse ich nichts wo ich denke dass es nicht vegan ist, und gemüsefrikadellen sind meistens mit milch/eiern, aber ich finds total lieb dass du an mich gedacht hast, und mach da zur feier des tages mal ne ausnahme. aber in zukunft bitte drauf gucken oder zumindest nicht böse sein wenn ichs dann nicht esse."

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  3. was eigentlich immer akzeptiert wird, sind unverträglichkeiten. ich vertrage keine laktose und seit der umstellung auf vegan reagiere ich auch auf laktosefreie milchprodukte (nach drei wochen vegan hatte ich eine letzte dose laktosefreien schmand in einem essen verbaut und drei tage dafür gebüßt). wenn ich sage, es tut mir leid, ich vertrage schlicht kein tierisches eiweiß, dann wird das hingenommen. außerdem schenke ich mir damit die vegan-debatte.
    was ich auch gern mache: anbieten, selbst was veganes mitzubringen, an dem sich alle anwesenden delektieren können.

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  4. Ich hätte es in dieser Situation gegessen, aber gleichzeitig hätte sich mein Gewissen gemeldet. Aber ich verstehe dich, man will demjenigen nicht vor den Kopf stoßen und man ist froh, überhaupt ungefragt bedacht worden zu sein.

    Ich hatte mal eine ähnliche Situation, die etwas anders als deine war. Mir wurde extra Grillkäse gemacht, weil man wusste, ich esse ja kein Fleisch mehr etc. Das vegan mehr als nur "kein Fleisch" bedeutet wissen viele nicht. Den Käse habe ich natürlich nicht gegessen, habe der Person ruhig erklärt, was vegan heißt und schlussendlich haben sich auch Abnehmer für meinen Käse gefunden.

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