Montag, 27. Mai 2013

Boc'n Roll, Reiseproviant stilvoll transportieren


Unterwegs mit Bus und Bahn, Frühstück an der Uni, ein Snack im Biergarten, Verpflegung bei der Radtour ... als Veganer sind wir ja oft Selbstversorger, ihr kennt das sicher. Man weiß ja auch nie, was man unterwegs bekommt :) Bei welchem Bäcker waren die Brezeln nochmal vegan und welche Soße konnte ich bei Subway nehmen? Also ist es am einfachsten, man nimmt sich selbst was mit auf die Reise. Das ist meistens leckerer und auch noch günstiger! Doch wie verpackt man das am besten?

Na klar, Frischhalte- oder Alufolie. Nur das verursacht immer wieder Müll und seit ich die Doku "Die Akte Aluminium" auf arte gesehen habe, bin ich da auch nicht mehr so begeistert. Meine Bentoobox ist auch eine geniale Lösung, aber die nimmt nach dem Essen immer noch Platz weg. Dann kam ein guter Tipp bei Google+ und diese umweltfreundliche Lösung möchte ich euch hier zeigen.

Boc'n Roll ist einfach ein Tuch zum einwickeln eurer Brote oder Baguettes. Das ist von innen beschichtet und ihr könnt es gleich als Unterlage im Zug oder Auto benutzen. Jeder der sich schon mal auf der Fahrt bekleckert hat, weiß was ich meine ;) Die Innenseite lässt sich gut abwischen und wenn das Tuch von außen dreckig ist, könnt ihr es auch einfach mit in die Waschmaschine stecken. Perfekt auch für Veggie-Burger und schick sieht es auch noch aus, finde ich! Aber seht doch einfach selbst, wie das funktioniert:


Ihr findet die mit einer Suchmaschine eurer Wahl auch in Deutschland, aber da waren die mir zu teuer. Deshalb habe ich meine gleich in Spanien im Boc'n Shop bestellt. Da kamen zwar noch 12 € Versand dazu, aber da ich gleich ein Office Pack bestellt habe, hat sich das trotzdem noch gelohnt. Und ich habe noch einige zum verschenken gehabt und glaubt mir, die kamen sehr gut an.


Wenn ich in meinem Blog auf Produkte, Webseiten, Onlineshops usw. verlinke, mache ich das immer nur, weil mir etwas persönlich gefällt. Ich habe nie Geld, Produktproben oder andere "Aufwandsentschädigungen" angenommen. Das wollte ich schon lange mal loswerden.

Ich habe übrigens nichts dagegen, wenn andere Blogger das so machen, echt nicht. Es muss dann nur klar gekennzeichnet werden! Diese Seuche greift nämlich um sich. Gar nicht mal so in unseren kleinen, gemütlichen Vegan-Blogs. Eher bei Technik oder Produktbewertungen auf großen Plattformen. Man weiß gar nicht mehr, was echt oder gefakt ist :(




Montag, 20. Mai 2013

Jugendweihe und mal wieder nur Salat und Pommes


Also bevor jetzt jemand wegen dem Titel meckert, ich mag Salat und Gemüse, das geht immer. Das ist eine gute Wahl, vom Preis und auch Vitamin- und Kalorienmäßig! Das waren riesige Teller und es war lecker und ich bin total satt geworden. Mich regt halt nur auf, das ist meist das Einzige, was auf einer kilometerlangen Speisekarte für uns übrig bleibt. Aber warum eigentlich?

Wir sind nach der Feierstunde im Schad in Halle essen gegangen und hatten vorher Plätze bestellt und zwei "Laktoseintolerante" angekündigt. Uns wurde versichert, dass da eine Lösung gefunden wird. Das hat mich gefreut, also bin ich gut gelaunt hin und wollte mich überraschen lassen. Zur Auswahl stand ein Brunch oder was aus der Karte, beides wie üblich sehr fleischlastig. Also mussten wir uns selber was zusammenstellen. Die Bedienung war sehr freundlich, geduldig und auch gut informiert. Aber was dann kam, könnt ihr euch sicher denken ... nach den Beilagen schauen und fragen was drin und dran ist :(

Suppe, nee, ist mit Sahne, gebackener Spargel, ach da ist Ei dran, na dann die Champignons, geht das auch ohne Käse, nein, das ist alles schon fertig usw.. Während die Anderen schon das zweite mal zum Buffet gingen, waren wir immer noch am verhandeln. Also mir macht sowas keinen Spaß und deshalb vermeide ich das so gut es geht.

Was selber zusammenstellen klingt ja gut, aber soll ich da etwa sagen: "Machen sie mir doch geviertelte Paprikaschoten und mischen Sie die mit Rosmarin und 2 EL Olivenöl und dann ab in den Ofen" und "noch einige Kartoffelspalten dazu" und vielleicht "große Champignonköpfe gefüllt mit ...."? Aber hallo. Ich mache mir die ganze Woche Gedanken über mein Essen, da will ich mir nicht noch beim ausgehen den Kopf darüber zerbrechen müssen. In's Restaurant geht man, um sich verwöhnen und bedienen zu lassen, fertig aus!

Ich bin nicht weltfremd, na klar sind wir eine kleine Minderheit. Es müssen deshalb auch keine 5 veganen Gerichte zur Auswahl stehen. Doch wenn ich schon vorher Bescheid gebe, erhoffe ich mir etwas mehr Phantasie. Ist das zu viel verlangt? Das eigentlich erschreckende ist auch, dass viele Speisen scheinbar schon fix und fertig angeliefert werden. Wahrscheinlich stirbt der Beruf Koch eh bald aus, die heißen in Zukunft alle nur noch Warmmacher.

Je länger die Speisekarte im Restaurant ist, umso eher könnt ihr sowieso davon ausgehen, das da nicht mehr frisch gekocht wird. Und wer zu Hause auf Fertigsoße verzichtet, wird schwer enttäuscht sein, da ihm genau diese wahrscheinlich im Lieblingsrestaurant wieder aufgetischt wird. Gibt's sogar im praktischen 12,5 kg Eimer, den man nur noch in 104 Liter Wasser einrühren muss :) Tja, Industrieware erobert auch die Restaurants, denn da muss nichts gekennzeichnet werden.

Da bin ich dann doch schon wieder ganz froh über einen puren Salat mit Essig und Öl und leckerem Spargel, ohne künstliches Aroma und Geschmacksverstärker. Das Bier wurde auch frisch vor Ort nach deutschem Reinheitsgebot gebraut (lecker!) und so lange das so bleibt, ist die Welt doch noch in Ordnung :)


Dabei kann vegane Küche so vielfältig und kreativ sein. Schaut euch mal diesen Bericht an (knapp 30 Minuten): Die rbb Reporter - Wir essen nur Pflanzen. Mir hat ab der Hälfte besonders der Blick in die Küche gefallen. "Das Nachbauen klassischer Rezepte mit rein veganen Zutaten ist eine der Disziplinen, die immer mehr Köche reizt" oder "[...] da geht's eher darum Spaß beim Essen zu haben, vielleicht was neues zu entdecken und auch überrascht sein". Das macht mir alles große Hoffnung für die Zukunft und vielleicht kommt davon auch mal was in der gutbürgerlichen Gastronomie an *träum*.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Vegan Wednesday #8


Mittwoch, Vegan Wednesday: Gibt es jemanden, der das noch nicht kennt? Bei Regina werden alle Mittwoch-Essensbilder vom 15. Mai gesammelt für dieses Pinterest-Board. Schick oder?


Früh:

Morgens gibt es meistens nur Knäckebrot und einen Guarana-Kaffee oder Tee bei mir. Heute morgen bin ich aber noch über ein einsames (Salat)Herz gestolpert und hatte Mitleid :) Mit halb verklebten Augen habe ich das grob mit einer Schere zerschnippelt, ein paar Salatkräuter drüber gekippt und einen Rest Schnittlauch und einen Schuss Olivenöl dran gemacht. Jetzt bin wirklich froh, dass ich noch alle Fingerkuppen habe, denn früh aufstehen ist nicht so mein Ding. Das riskante Manöver mit dem scharfen Küchenwerkzeug mitten in der Nacht hat sich aber gelohnt, lecker!



Frühstück:

Hier gab es die 1. Etage meiner Bentoo-Box als perfekte Resteverwertung. Hirse mit Porree, Zwiebeln, Rosinen und Hafer Cuisine + Chili und Schwarzkümmel, alles vom Vorabend. Schmeckt kalt und warm und ist perfekt zum mitnehmen. Dazu gab es noch eine geniale Tofurky Italian Gourmet Vurst.


Mittag:

2. Etage der Bentoo-Box, Picknick im Grünen, Vitamine zum durchhalten.


Abend:

Vollkornbrot mit Aldi-Aufschnitt, Avocadoscheiben mit Chili und Pfeffer und eine saftige Birne und eine zuckersüße Grapefruit.


Man habe ich heute wieder gelitten und gedarbt. Man kann ja kaum noch was essen als Veganer ;)

Sonntag, 12. Mai 2013

Veggie Burger & Bier


Bier und Burger, was für eine geniale Kombination! Davon habe ich mich den ganzen Vatertag lang beim Grasbahnrennen in Lüdinghausen ernährt und war glücklich und zufrieden. Das kann nicht nur am Bier gelegen haben :) Ich hatte vegane Burger mit und die waren so saulecker, dass ich die heute nochmal nachgebaut habe, da ich an dem Tag nicht mehr fotografieren konnte wollte ;)

Zutaten:



Ich mag es absolut nicht, wenn ich bei einem Burger Kiefergelenksprobleme beim reinbeißen bekomme. Deshalb werden die möglichst dünn belegt. Außerdem ist es unterwegs auch unpraktisch, wenn einem die Soße über die Hände läuft. Deshalb streiche ich das Brötchen Unterteil nur dünn mit scharfen Senf und und das Oberteil dünn mit scharfen Ketschup ein.

Als Burger hatte ich diese genialen Dinger hier aus dem Vegilicious in Dortmund für 2,35 €. Leider finde ich die nicht im Online-Shop, sonst hätte ich hier einen Link eingefügt. Aber das ist ja sowieso Geschmackssache und vegane Burger gibt es ja nun genug.


Ich habe die von jeder Seite 2 Minuten mit einem Teelöffel Öl in einer beschichteten Pfanne angebraten, also nur angebräunt und dann abkühlen lassen. Ja, was soll ich sagen ... ich traue es mir kaum zu schreiben ... die haben fast geschmeckt wie ... wie ein gerilltes Steak, was über Nacht im Kühlschrank lag. Könnt ihr euch noch daran erinnern? Ich war auch erschrocken, kein Witz!

Also diese Zutaten hier einfach nur einigermaßen vernünftig zwischen die Hamburgerhälften legen und gut einpacken. Dann habt ihr ein leckeres und schnelles Essen für unterwegs und wenn es gar nicht anders geht, kann man die zur Not auch mal ohne Bier essen :)


Es gibt sogar eine Liste mit veganen Produkten der Eigenmarken bei real (einfach nach unten scrollen). Nur warum ist das immer so gut versteckt? Das müsste man bequem am Smartphone abrufen können oder sogar am Regal sehen *träum* Die Hamburger von Quality Bakers sind auch vegan (Netto, Edeka), aber die habe ich hier bei mir nicht gefunden.

Freitag, 10. Mai 2013

Schnelles Tomatensalat Frühstück


Nichts spektakuläres, aber schnell und lecker. Ja klar, Tomatensalat selber machen ist besser. Doch manchmal muss es was schnelles und spontanes für den kleinen Hunger unterwegs sein und so etwas will ich euch auch nicht vorenthalten im Blog :)

Im Moment gibt es verschiedene Gartensalate bei Aldi Nord. Ich habe noch nicht alle probiert und auch nicht alle Zutatenlisten studiert, aber den Tomatensalat kann ich schon mal weiterempfehlen. Für einen gekauften ist der verdammt gut! 99 Cent für 250 g ist auch nicht schlecht, hoffentlich ist das nicht nur ein Sonderangebot. Am liebsten wäre mir noch eine Laugenstange dazu gewesen, aber so etwas gibt es nicht bei unserem Aldi.

Probiert den mal aus und vielleicht auch die anderen (veganen?) Salate. Ist das was? Also ich denke schon, nicht für das nächste Grillfest, aber für unterwegs auf jeden Fall ...

Sonntag, 5. Mai 2013

Libanesisch vegan an der längsten Theke der Welt


Gestern habe ich mir ganz entspannt bei herrlichem Sonnenschein das Dortmunder Spiel gegen die Bayern am Rheinufer angeschaut. Durch das leckere Bier habe ich dann, wie immer völlig unerwartet, doch noch etwas Appetit bekommen :) Also ab in die Düsseldorfer Altstadt an die "längste Theke der Welt" ...

Eigentlich habe ich nur so an Pommes oder eine Salattasche gedacht und bin dann, wie von Geisterhand geführt, irgendwie im Libanon Express gelandet. Zu meiner Überraschung habe ich gleich in der Karte die Vegan-Blume der Vegan Society gesehen und ganz unten stand:

"Alle so gekennzeichneten Speisen sind vegetarisch, und, soweit keine Milchprodukte ausgewiesen sind, auch vegan. Butter und Eier werden nicht verwendet".

Da wusste ich, hier bin ich willkommen und zu Hause :) So müsste die Kennzeichnung überall sein, andere Länder, andere Nationalitäten machen es uns vor!

Es gab einen großen gemischten Teller mit Hommos - Kichererbsenpüree, Tajen - Sesampaste, Baba Ghannousch - Auberginenpüree, Tabouleh - aus Petersilie und Tomate, Kibbeh Patata - Kartoffelteigbällchen gefüllt mit Zwiebeln und Kichererbsen, Fatayer Spinat - Hefeteigtasche mit Spinat und Pinienkernen, Salat, Fladenbrot und logisch, Falafelbällchen.

Es war total lecker und mit 10 € für 2 Leute auch völlig OK. Hier komme ich bestimmt nochmal hin und damit ich (und ihr!) es wiederfinden, hänge ich hier gleich noch den Standort an :)

Mittwoch, 1. Mai 2013

Neue Kartoffeln mit Bärlauchquark (Beta)


Das Rezept ist aus meiner Gemüsetüte und ich habe es nur veganisiert. Doch was sollte ich statt Quark nehmen? Meine improvisierte Variante hier besteht aus Tofu und hat logischerweise nicht ganz wie Quark geschmeckt. Deshalb bezeichne ich das auch nur als Beta-Version, das ist also noch verbesserungsfähig :) Was ist eure Quark-Alternative? Mir hat es trotzdem geschmeckt und vielleicht gefällt es euch ja auch ...


Zutaten für 2 Portionen:

  • ca. 500 g Kartoffeln
  • 1 Bund Bärlauch (ca. 40 g)
  • 200 g Naturtofu
  • 200 g Seidentofu
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 EL Leinöl
  • 4 El Zitronensaft
  • 1/2 Chilischote oder Pulver
  • Pfeffer, Salz


Die Kartoffeln waschen, bürsten und in Salzwasser garen. In der Zwischenzeit den Tofu zerbröseln, mit dem Seidentofu, Leinöl und Zitronensaft vermischen und pürieren. Zwiebel schälen und würfeln. Chilischote waschen, entkernen und ganz fein hacken (Vorsicht scharf! Danach die Hände waschen.) Bärlauch waschen, putzen und in feine Streifen schneiden. Alles dazugeben und eventuell nochmal pürieren (etwas zur Dekoration aufheben). Mit Salz und Pfeffer würzen und zu den geviertelten Kartoffeln servieren. Lecker!



Mit den Zutaten kann und muss man ruhig selber mal experimentieren. Leinöl ist etwas "streng" und nicht jedermanns Sache. Es enthält aber viele Omega 3 Fettsäuren und ist auch für Omnis eine gute Alternative, da die tierische Omega 3 Variante (Fischöl) oft mit Giften und Schwermetallen belastet ist. Statt dem eingeschweißten "deutschen" Tofu sollte man auch besser den losen, asiatischen nehmen, der ist fluffiger. Statt Seidentofu tut's vielleicht auch ungesüßte Sojamilch? Oder Naturjoghurt? Was ich damit sagen will, Beta hin, Beta her, experimentiert, probiert, habt Phantasie. Wenn man mit frischen und natürlichen Zutaten kocht, kann doch fast gar nichts schief gehen ;)


Quelle: Originalrezept aus der Greenbag-Küche, veganisiert
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