Dienstag, 21. Januar 2014

Vegane Mayonnaise oder eher ein leichter Dip


Also die beste vegane Mayonnaise ist immer noch die aus dem Food'n'Fotos Blog, da führt kein Weg dran vorbei! Aber immer wenn ich beim zubereiten die Ölflasche in der Hand hielt, hat sich irgendwas in mir massiv gesträubt. 250 ml pures Öl, es muss doch auch anders gehen, dachte ich mir. Aber daran beißt sich die Lebensmittelindustrie auch schon seit Jahren vergeblich die Zähne aus :)

Das hier ist auch nicht die perfekte Lösung, aber eine gute, fluffige, fettarme und relativ feste Alternative mit vielen Variationsmöglichkeiten. Dazu geht es auch noch sehr schnell und diese "Mayo" hat mal eben nur so ca. 50 kcal. Vergleicht das mal mit einer normalen Mayonnaise :)


Zutaten:

  • 1 Paket Seidentofu (z.B. von Taifun)
  • 1 1/2 EL Zitronensaft
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL Senfpulver
  • 1/8 ZL weißen Pfeffer

Alle Zutaten in den Mixer geben oder mit einem Pürierstab pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und dann für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Dort hält sich das auch bis zu einer Woche und ihr habt immer wieder was für ein Sandwich, einen Dip für Gemüsesticks oder Dressing für einen Kartoffel- oder Nudelsalat.

Das Rezept stammt aus dem Buch "The Starch Solution" von John A. McDougall. Der hat mit seinem Programm schon vielen bei ernährungsbedingten Krankheiten geholfen. Er sagt auch ganz klar, dass zusätzliches Fett in der Ernährung nicht notwendig ist. Fast alle Lebensmittel enthalten schon Fett, selbst Erdbeeren :) Aber ich will das jetzt nicht weiter vertiefen, weil ich da kein Experte bin und selbst die werden sich da ja nie einig, wie immer. Was ich aber weiß oder eher instinktiv fühle, es macht keinen Sinn, sich einen Kartoffel- oder Nudelsalat mit Gemüse zu machen und dann alles in gemixtem Fett zu ertränken. Das ist vielleicht lecker, aber naja ...

Ja wie schmeckt denn nun diese Variante hier? Da gehen die Meinungen doch sehr auseinander. Von lecker über muffig bis "schmeckt wie Duschbad" habe ich schon alles gehört, das Letztere natürlich von einem Omni. Fett ist Fett und der Geschmack lässt sich nicht so leicht überlisten, vor allem wenn man das jahrelang gewohnt ist. Ich finde diese "Mayo" jedoch OK, vor allem lässt die sich auch super variieren. Statt Senfpulver könnt ihr euren Lieblingssenf nehmen, der hat großen Einfluss auf den Geschmack! Mehr Zucker oder mehr Pfeffer oder gleich Chilipulver oder Curry. Statt Zitrone mal Gurkenwasser, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich habe das Grundrezept auch Weihnachten beim Fondue für verschiedene Soßen genutzt. Mit einem kleinen Löffel Guarkernmehl wird das richtig fest und ihr könnt es abschmecken nach Lust und Laune.

Probiert es aus und schreibt ruhig mal, wie es euch geschmeckt hat. Auch wenn es nicht geschmeckt hat! Oder wenn ihr eine gute Idee habt, wie man das noch verfeinern kann. Achtet ihr eigentlich auf euren Fettkonsum? Denkt ihr, dass "gutes Olivenöl" wichtig für eine gesunde Ernährung ist? Warum presst man überhaupt Pflanzen aus, statt sie direkt zu essen? Wie viel Fett brauchen wir wirklich???


Quelle: The Starch Solution by John A. McDougall, M.D.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...