Dienstag, 29. April 2014

Eine vegane Currywurst für Robert Lewandowski


Wir hatten vor langer Zeit auf Arbeit gewettet, dass Robert Lewandowski diese Saison noch für den BVB spielt. Könnt ihr euch noch an sein Wechseltheater zu den Bayern erinnern? Egal, damals wusste keiner, was los war. Ich auch nicht. Ich hatte nur einfach gehofft, dass er noch ein Jahr viele Tore in Dortmund schießt. Das hat er ja auch gemacht und mein Kollege musste nun seine Wettschulden begleichen, eine Currywurst.

Bei mir kam er aber nicht mit einer billigen Wurst von der Pommesbude davon, es musste schon eine edle vegane Bio Currywurst sein :-P Bei dem Preis hat es ihn erstmal umgehauen (Viana Tofu King, 3,69 € bei Edeka), aber Spielschulden sind Ehrenschulden. Ich fand jedoch, sie war jeden Cent Wert und richtig lecker! Habe gleich den Fast Food Klassiker schlechthin daraus gemacht, mit Pommes dazu :)

Natürlich ist sowas nicht als Dauerernährung zu empfehlen, aber gelegentlich mag ich das. Und im Vergleich zu einer "normalen" Currywurst schneidet diese hier sogar richtig gut ab. Ich weiß nicht genau, was die Hamburger Verbraucherzentrale damals bei ihrem Marktcheck alles getestet hat? Auf dieses Ergebnis haben sich aber fast alle Medien genüsslich gestürzt, um dann solche Schlagzeilen wie "Vegane Lebensmittel sind auch nicht besser" zu präsentieren, nicht ganz ohne Schadenfreude. Deshalb hier mein aktueller Vergleich:

Alles pro 100 g, Quelle: Tofu King <--> Curry King

               | Tofu King   | Curry King
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Energie:       |  185 kcal   |  215 kcal
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Fett:          |  7,8 g      |   15 g
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Kohlenhydrate: | 13,2 g      |   12 g
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Eiweiß:        | 15,4 g      |    8 g


Also die vegane Currywurst hat weniger Kalorien, halb so viel Fett und mehr Eiweiß, wer hätte das gedacht? Ich natürlich, weil ich die Etiketten lese :) Frage ich einen Fleischesser, was er denn glaubt, was da in seiner Wurst ist, bekomme ich zu 80% so eine Antwort wie: "Das will ich nicht wissen, sonst könnte ich ja gar nichts mehr essen". Ja, so kann man auch durchs Leben gehen, gute Nacht und schlaft schön ...



Freitag, 11. April 2014

Vegan in der Bahn



Diese Woche irgendwo zwischen Magdeburg und Hannover im Bordrestaurant der Deutschen Bahn. Nudeln mit Tomatensoße oder besser formuliert ein veganes Pastagericht :) Na klar, das war jetzt kein Highlight der anspruchsvollen veganen Küche, aber ich habe mich gefreut! Bei Nudeln mit Tomatensoße kann ja auch nicht viel schief gehen, auch wenn es nur in irgendeinem Automaten warm gemacht wird. Ein kleiner Schritt für die Bahn und ein großer Schritt für die Menschheit Tiere oder so ähnlich :)

Zuerst war ich etwas enttäuscht, weil ich das Gericht nicht auf der Karte im Bordrestaurant gefunden habe. Es wurde ja schon vor Wochen von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt angekündigt und Online steht es auch drauf. Dann habe ich in die ausliegende Zutatenliste geschaut und da stand es dann drin:


Der freundliche Bahnmitarbeiter meinte, das ist auch kein Problem, er macht mir gerne die Bio-Farfalle mit der Tomatensoße und ich war erleichtert. Ich musste nur nochmal einen kleinen Zwischensprint vom Tisch zum Tresen einlegen, weil mein geschultes Auge mit entsetzen sah, wie er schon eine Tüte Parmesankäse in der Hand hielt. Keine Ahnung ob ich den Käse dann oben drauf oder neben dem Teller liegen gehabt hätte. Mit solchen Kleinigkeiten kann man nämlich schnell mal ein veganes Essen ruinieren :) Das geht ruck zuck, ihr habt das sicher alle schon erlebt. Anschließend konnte ich ganz entspannt mein erstes veganes Essen in der Deutschen Bahn genießen, während draußen am Fenster die Landschaft mit 150 km/h an mir vorbeiflog. Pasta mit sonnengereiften Tomaten in Kombination mit dem 2012er französischen Rotwein, das war einfach wie im Traum :) Ich mag Bahn fahren und jetzt noch viel mehr!

Versteht mich bitte nicht falsch, ich will hier im Blog nicht jede vegane Currywurst oder Nudeln mit Tomatensoße feiern, aber da draußen tut sich gerade was. Oder kommt mir das nur so vor? Vor einiger Zeit war ich nur als Selbstversorger unterwegs oder musste halt "verhungern". Jetzt nehmen Caterer ein veganes Menü auf, die Bahn bietet was im Bordrestaurant an, an manchen Bahnhöfen gibt es schon vegane Baguettes von Le Crobag und und beim Bahnhofsbäcker auch schon mal was süßes. Nein, da bewegt sich was, da ändert sich gerade einiges. Das ist mir persönlich noch viel zu wenig und geht vieeeeeeel zu langsam, aber der Anfang ist gemacht!!!

Mittwoch, 2. April 2014

Mexican Burger, Bier und Körperwelten


Burger und Bier, eine Kombination die mich magisch anzieht :-) Nur vegan muss es sein, logisch! Leider gibt es unterwegs nicht so viele Gelegenheiten dafür hier. Also selber machen ...... oder in's Blondies in Bochum  gehen. Ich hatte letzte Woche einen sauleckeren Mexican Burger mit Salsa, Guacamole, Jalapenos, Zwiebeln und Nachos da. Es gibt hier eine recht gute Auswahl an vegetarischen und auf Wunsch auch veganen Burgern, ich kann das nur empfehlen.


Es war noch ein Kollege mit und der hat gleich mal die beste vegane Currywurst in Bochum probiert und war auch zufrieden. So gestärkt sind wir dann zu dem eigentlichen Ziel unseres Ausfluges, in die Körperwelten Ausstellung von Gunther von Hagen in Bochum gegangen. Trotz aller Kritik wegen Totenruhe, Sensationsgier und so, meistens von den Kirchen, fand ich das sehr interessant und ästhetisch. Für mich ist das definitiv auch Kunst, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Man konnte dort auch einiges über das Altern lesen, wo die meisten 100jährigen Leben und warum die eventuell auch so alt werden. Die ältesten Menschen leben z.B. meistens auf dem Land, sind bis in's hohe Alter körperlich und auch gesellschaftlich aktiv. Ernährungsempfehlungen wurden natürlich keine gegeben, aber es wurde immer wieder geschrieben, dass die eben viel frisches Obst und Gemüse, zum Teil aus eigenem Anbau, gegessen haben. Ich habe wirklich nirgendwo in der Ausstellung einen Hinweis entdeckt, dass der Mensch dringend Fleisch benötigt um gesund und glücklich alt zu werden :-P
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