Sonntag, 30. November 2014

Schwarzkohl-Rahmgemüse


Bis jetzt kannte ich immer nur Grünkohl, das hier war auch eine Premiere für mich :) Das gefällt mir so an meiner Gemüsetüte, man lernt immer wieder mal was neues kennen. Der Schwarzkohl stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum. Er ist einer der ältesten und robustesten Vertreter der Kohlfamilie und hält Temperaturen zwischen -15 °C bis zu weit über 30 °C aus, wow! Er bildet nur selten einen Kopf und die hellen Blattrippen sind nicht essbar. Vor dem Genuss wartete also noch etwas Arbeit auf mich ...


Zutaten:
  • 1 Bund Schwarzkohl
  • 300 g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 ml Hafersahne
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 2 El Olivenöl
  • 1 El Mehl
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss


Im Zeitalter des Fast Foods hat die Zubereitung von frischem Grün- oder Schwarzkohl auch immer etwas beruhigendes an sich, finde ich jedenfalls. Die Kohlblätter bekommt ihr lose auf dem Markt und so sieht der Schwarzkohl aus. Etwas dunkler, bläulicher und mit teilweise richtig dicken Rippen.


Die Schwarzkohlblätter gründlich waschen, abtropfen lassen und die hellen Blattrippen herausschneiden. Ich habe dazu am unteren Teil des Blattes mit dem Messer einen kurzen Schnitt rechts und link neben der Rippe gemacht, mit der rechten Hand die Rippe festgehalten und mit der linken Hand das Blatt davon abgestreift. Das ging eigentlich recht gut.

Die Blätter dann in feine Streifen schneiden, Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Kartoffeln schälen und klein würfeln. Das Öl in einen Topf geben, erhitzen, die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin andünsten. Kartoffelwürfel und den geschnittenen Schwarzkohl dazugeben und ca. 20 Minuten bei geschlossenem Deckel dünsten. Mit dem Mehl bestäuben, kurz anschwitzen und mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen, gut vermischen und weitere 2 Minuten mit geringer Hitze köcheln. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenen Muskat abschmecken und gleich heiß servieren. Mit den Mengenangaben hier bekommt ihr ungefähr 4 von diesen Schalen. Lecker!


Quelle: Originalrezept aus der Greenbag-Küche

Samstag, 1. November 2014

Weltvegantag, Veggieworld in Düsseldorf und warum ich fast aufgehört hätte mit bloggen


Letztes Wochenende war ich auf der Veggieworld in Düsseldorf. Dort gab es eine Wand, wo jeder eine Veggie-Botschaft hinterlassen konnte. Die hier ist mir sofort in's Auge gesprungen und drückt fast das aus, was ich auch denke. Darum gibt es diesmal auch keine Fotos von leckerem veganen Essen, aber ich kann euch versichern, es gab genug von allem und für jeden Geschmack :) Heutzutage muss kein Neu-Vegatarier oder Veganer auf bekanntes und gewohntes wie Döner, Steak, Käse, Burger & Co verzichten. Für Genuss braucht man keine tierischen Produkte mehr! Und unter anderem wegen diesen ganzen "Ersatzprodukten", ist das eben jetzt so ein großer Trend ...

Ja, es ist ein Trend, na klar! Na und? Je mehr mit diesem Thema in Berührung kommen, umso normaler wird das doch für uns alle. Auf Arbeit sprechen mich Kollegen schon an und sagen: "In Essen ist ein veganer Supermarkt, nur für euch". Ich darauf: "Nicht nur für uns, da darfst du auch rein" :) Ein anderer weißt mich darauf hin, das es dieses Jahr sogar einen veganen Weihnachtsmarkt in Duisburg gibt. Heute vergeht doch kaum ein Tag, wo ich nicht irgendwo in einem Online- oder Printmedium einen Artikel über vegane Ernährung oder was von 4-Wochen Experimenten höre. Mir werden vegane Rezepte aus der Brigitte gemailt oder per Hangouts Fotos geschickt, wenn es irgendwo in einer Kantine oder im Restaurant veganes Essen gibt. Selbst Attila Hildman lächelt mich hier vor meiner Haustür vom Werbeplakat aus der Apothek an. Toll, aber ...

Das hat mir fast die Motivation für mein kleines Baby hier, den Homeveganer Blog geraubt. Echt! Man kann es an den zurückgegangenen Beiträgen sehen und ich denke sogar, euch da draußen im veganen Blogger-Universum ging es so ähnlich, oder? Ich kam mir fast ein wenig überflüssig vor :) Was mich jedoch immer wieder aufgebaut hat, sind die kontinuierlich steigenden Besucherzahlen und unglaublich, auch die Angebote für Partnerprogramme und Produktproben, die ich jedoch immer ablehne. Das hat mir alles fast schon Angst gemacht. Man wird fast von dem Thema erschlagen ...

Selbst in der BILD konnte man was von einem 28 Tage Experiment lesen, worauf ich hier aber auf keinen Fall verlinken werde. Denn das ist auch der Knackpunkt an dem veganen Trend. Damit können viele im Moment halt richtig Kohle machen, Onlinemedien die ihre Klickzahlen erhöhen, alle die mehr Werbung und Kochbücher verkaufen usw.. Und nächstes Jahr wird dann wieder eine andere Sau durch's Dorf getrieben. So ist das doch immer bei den Trends, oder?

Die Wikipedia schreibt dazu: "Ein Trend ist eine neue Auffassung in Gesellschaft, Wirtschaft oder Technologie, die eine neue Bewegung bzw. Marschrichtung auslöst". Und ich glaube, mit dem veganen Trend verhält es sich genauso. Das wird sich nicht mehr aufhalten oder gar umkehren lassen. Allerdings wird das Interesse der Medien nachlassen. Es werden auch wieder einige Pleite gehen, die jetzt noch denken mit veganem Essen & Lifestyle lässt sich das große Geld machen. Es wird auch keiner mehr so viele vegane Kochbücher verkaufen können, weil es dann schon gefühlte 300 auf dem Markt gibt.

Deshalb müssen wir "kleinen" Blogger weitermachen, alle die auf die Straße gehen und aufklären, Peta, Stiftungen, Sea Shepherd, einfach alle, die ich hier nicht vollständig aufzählen kann. Wir müssen immer weitermachen, damit das millionenfache Leid der Tiere nicht wieder verdrängt wird, wenn der offizielle Trend abgeblasen und durch einen neuen ersetzt wird. Denn die, die mit den Qualprodukten Geld verdienen sind ja auch nicht doof. Wenn der Absatz hier stagniert, wird nach kapitalistischer Logik halt ein neuer Absatzmarkt gesucht. Dann redet man vielleicht den Chinesen ein, dass sie viel Kalzium aus Milchprodukten brauchen, um so groß und stark wie die Europäer zu werden. Am besten von der deutschen, laktosefreien Kuh oder so.

Wir können nur immer wieder aufklären und aus dem Alltag berichten und das werde ich hier auch weiter machen. Wir selbst sind die Veränderung, wir sind der Trend. Vegan ist eben nicht nur, sich mal im Sommer 'ne vegane Wurst auf den Grill zu legen oder im hippen Großstadtlokal vegan zu essen, weil es gerade IN ist. Vegan ist eine Lebenseinstellung/Philosophie, wie der oder die Unbekannte uns hier oben mit der Veggie-Botschaft mitteilen wollte. Danke!

So, das war mein Wort zum Weltvegantag und der Blick in die Glaskugel :) Lasst euch nicht unterkriegen und zeigt der Welt da draußen, dass man richtig gut und vernünftig vegan leben kann!!!
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