Weltvegetariertag - Wie geht es denn nun weiter?


Dieses Video habe ich im Netz gefunden, oder genauer, es hat mich gefunden :) Ich habe erst überlegt, ob ich das überhaupt verlinke, denn ich will hier definitiv keine Werbung für die Eier-Wurst von Rügenwalder machen! Aber es werden in dem kurzen Beitrag (2:54 Minuten) auch einige interessante Studienergebnisse genannt.

Zum Beispiel, dass es immer mehr Flexitarier gibt, wobei ich diesen Begriff überhaupt nicht mag. Wenn mir einer sagt, er ist Flexitarier, sage ich immer: "Aha, dann isst du also zwischen den Mahlzeiten kein Fleisch, oder wie?" :) Gut, ich bin ja auch nur ein Homeveganer. Allerdings stammt der Name noch aus einer Zeit, wo es im Supermarkt nicht mal Tofu natur gab. Da war das auch unterwegs nicht immer so einfach. Heute kriege ich das schon ganz gut hin ... meistens jedenfalls :)

In meinem zweiten Blogbeitrag überhaupt (2011) war ich noch total begeistert von dem Angebot in einem holländischem Supermarkt. Heute gibt es auch hier in Deutschland in fast jedem Discounter oder Supermarkt Fake-Würstchen oder vegetarischen Aufschnitt. Das Angebot hat sich erheblich verbessert. Wobei mir hier jeder Recht geben wird, dass das nicht der Hauptbestandteil einer veganen Ernährung ist, oder sein sollte. Aber wie auch im Beitrag gesagt wird, die Leute essen eben das was schmeckt. Und ich füge noch hinzu, sie essen das was sie gewohnt sind oder durch Erziehung übernommen haben.

Und jetzt komme ich doch wieder auf die beknackte Eier-Wurst zurück. Das ist natürlich auf Dauer keine Lösung Fleisch durch Eier zu ersetzen! Aber ich denke, es ist ein Anfang für viele überhaupt mal vom Fleisch wegzukommen. Und wenn dann viele den Unterschied gar nicht mehr schmecken, dann ist schon mal eine Hürde gefallen. Ich denke auch, dass die schon ganz fleißig im Hintergrund an einer Rezeptur basteln, das ganz ohne tierische Produkte hinzubekommen. Und wenn die Leute dann auch noch sagen, jo, schmeckt, was gibt es denn dann noch für Gründe geschredderte Muskeln und Knochensplitter (Video, 6:57 Minuten) zu essen???

Also ich blicke sehr optimistisch in die Zukunft. Da wurde etwas angestoßen, was sich nicht mehr aufhalten lässt. Ich merke das auch ganz klar im privaten Umfeld und auf Arbeit. Es wird einfach nicht mehr so viel gelästert wie früher ..... oder nur noch heimlich :) Man kann jedenfalls viel offener über das Thema sprechen. Und wer nicht völlig verblödet ist, probiert die ganzen neuen Sachen, Superfoods und veganen Rezepte auch mal aus. Es gibt keinen logischen Grund sich 3x am Tag und 7x die Woche Fleisch oder Wurst in den Hals zu schieben!!!

Falls ihr doch einen Grund dafür kennt, außer "weil es halt so gut schmeckt", könnt ihr mir den gerne hier drunter schreiben ...



Kommentare

  1. Es wird ja viel darüber diskutiert ob vegan nur ein aktueller Hype ist und bald durch was anderes abgelöst wird. Ich schließe mich Sebastian Zösch vom Vebu an und sage die Zukunft is(s)t pflanzlich!
    Hier sein Vortrag auf dem Vegmed 2014: http://vegmed.de/fileadmin/vegmed/2014/programmpunkte/zoesch/zoesch.mp4

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    1. Ein sehr guter Vortrag, danke für den Link. Auch ich schließe mich euch beiden an :) Es gibt kein zurück mehr ... die Zukunft is(s)t pflanzlich!

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  2. Ich bin einer der Flexitarier und taste mich eher langsam ans Vegane heran. Gleichzeitig aber auch an Plastikfrei, Öko und und und... Das sind viele Baustellen. Ich kann nicht von heute auf morgen alles korrekt machen. So viel zur Verteidigung der Flexitarier ;)

    Was die Sache erschwer: Mein Freund kommt aus Südkorea und behauptet, ohne Fleisch nicht satt zu werden. Essen schmecke ihm auch erst, wenn Fleisch drinne ist. Was macht man in so einem Fall? Über die Jahrzehnte weichspülen? (Mit naturtrübem Bio-Apfelessig natürlich ;)) Kennt jemand auch so knallharte Fälle?

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    1. Ich habe nichts gegen Flexitarier! Nicht jeder kann sofort den Schalter umlegen und alles gleichzeitig richtig machen. Na klar wäre das optimal, aber aus eigener Erfahrung weiß ich eben, dass es nicht immer sofort klappt ...

      ... und da bin ich auch schon beim zweiten Punkt, deinem Freund. Ich war auch so ein "knallharter Fall" am Anfang :) Irgendwie hat immer was gefehlt. Bei mir war es das Herzhafte mit Biss. Jahrelange Gewohnheiten wird man nicht so schnell los. Heute weiß ich, das liegt wohl am 5. Geschmackssinn Ummami. Bei jedem ist das anders ausgeprägt und ich bin auch nie von Salat und labbrigen Tofuwürfeln "satt" geworden :)

      Bei deinem Freund würde ich dir raten die Sachen schärfer anzubraten und stärker zu würzen. Nimm am Anfang auch ruhig etwas mehr Fett/Öl dazu. Brate mal klein gewürfelten Räuchertofu in einer Pfanne kross mit einer Zwiebel an. Das kannst du zu einer Suppe dazu geben oder unter das Gemüse mischen, deinem Freund wird es sicher schmecken. Also ich mag das und im laufe der Zeit kann sich der Geschmack auch ändern ...

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  3. Ja, wat hat sich das gewandelt in den letzten Jahren. Genial!
    Zu Anfang hab ich noch superviel im Internet bestellt, heute kann man im Supermarkt vieles kaufen... find ich klasse. Vor allem, weil die breite Masse dann auch damit konfrontiert wird, dass es sowas überhaupt gibt.
    Und wenn es Neugierige und Interessierte in die richtige Richtung treibt, ist das die halbe Miete. Über gesundes vegane Essen kann man dann ja später noch mal nachdenken! ;)

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    1. Genau so sehe ich das auch! Am Anfang kann man sich ruhig erstmal durch die ganzen jetzt doch reichlich vorhandenen Fake-Produkte durchfressen und das Fleisch einfach gegen was anderes austauschen. Wenn man sich dann mehr mit seiner Ernährung beschäftigt wird man feststellen, dass man vieles davon gar nicht braucht. Und es gibt so viel zu entdecken, man muss sich nur erstmal auf die Reise begeben ....

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